Kapitel 4 – anders erzählt
Jemand kratzte am Holz der Tür und jetzt - das konnte doch nicht wahr sein - wurde plötzlich ein Schlüssel ins Schloss gesteckt. Ein Ruck, und die Tür war auf. Langsam wurde sie geöffnet. "Nein!" hauchte Rebecca und schloss die Augen. Sarah und Rebecca versteckten sich hinter dem Sofa. Beide zitterten und hatten panische Angst.
Ein fremder Mann stand in der Wohnung und schaute sich um. Er ging zuerst in die Küche und dann ins Wohnzimmer. Er wühlte alles durch und zerstörte dabei die halbe Wohnung. Sarah nahm ihr Handy und wählte 110. Sie wartete, kam aber nicht durch, da sie keinen Empfang hatte. Sie keuchte und wusste nicht weiter. Der Einbrecher stand im Wohnzimmer und lief am Sofa vorbei. Rebecca und Sarah pressten sich aneinander. Sie schwitzen am ganzen Körper. Der Mann fand in einem Schrank Bilder von Rebecca und steckte sie ein. Plötzlich piepte Rebeccas Handy. "Nein! Mein Akku ist leer!" Sarah nahm ihr Handy und schmiss es in den Flur. Der Einbrecher rannte in den Flur, nahm das Handy und schloss mit einem breiten Grinsen die Tür ab. Er nahm eine Pistole aus der Tasche und rief: "Mein Mäuseschätzchen! Ich weiß, dass du da bist. Komm heraus! Ich tue dir nix."
Sarah und Rebecca kamen mit kreidebleicher Haut hinter dem Sofa weg. Sarah fragte schüchtern: "Was willst du hier? Und woher hast du den Schlüssel?" Der Mann antwortete nicht. Rebecca atmete tief durch und schrie: "Hiiilfe!! Kann uns jemand hören?" Der Einbrecher sagte: "Halt den Mund! Willst du, dass ich dich umbringe?" und hielt ihr die Pistole an den Hals. Er nahm Rebecca und schmiss sie zu Boden. Sarah rannte in diesen Moment so schnell sie konnte zur Tür. Sie wusste ja nicht, dass sie bereits abgeschlossen war. Sie hatte noch nie solche Angst in ihrem Leben. Der Einbrecher fesselte Rebecca an den Stuhl und klebte ihr den Mund zu. Er grinste wieder, lief zu Sarah und sagte: "Dachtest du wirklich, du kommst raus? Denkst du, ich bin nicht schlau genug die Tür abzuschließen?" Er riss sie mit gewaltsam in die Küche zu Rebecca und fesselte sie an den Stuhl. Er machte die Jalousien runter und fing an sie auszuziehen. In diesem Moment schlug jemand die Tür auf. Die Nachbarin kam mit der Polizei ins Haus. Die Polizei nahm den Einbrecher mit Handschellen fest und brachte ihn ins Auto.
Die Nachbarin, Frau Krause, ging mit einer Gänsehaut zu den beiden hin. "Geht es euch gut? Ich habe einen Schrei gehört und habe erst gedacht, ihr spielt. Aber als ich dann von meinem Balkon aus gesehen habe, dass die Jalousien runter gemacht worden sind, kam es mir komisch vor und ich habe mir Sorgen gemacht und die Polizei verständigt."
Sarah und Rebecca waren überglücklich und bedankten sich 100-mal bei Frau Krause. Sarah sagte: "Wenn wir irgendetwas für Sie tun können, sagen Sie Bescheid." Frau Krause sagte nur noch: "Ich bin nur froh, dass es euch gut geht. Und wenn ihr mal wieder alleine zuhause seid möchte ich, dass ihr immer einen Erwachsenen dabei habt." Sarah dachte nach. "Ich werde mich nie wieder in einem Chat anmelden oder Dateien von mir rausgeben."
zurück zur Übersicht